Bericht Saison 1918/19

Wegen des zunehmenden Spielermangels und kriegsbedingter Zusammenschlüsse traten zu den Herbstspielen nur 8 Mannschaften an. Diese waren aufgrund ihrer vermeintlichen Stärke in eine A- und B-Klasse mit jeweils vier vereinen aufgeteilt. Mit nur einem Sieg und einem weiteren Skandalspiel gegen den VfR Mannheim ("Unfähigkeit des Schiedsrichters") landete der SVW auf Platz 3. Auch in der erstmals auf Verbandsebene ausgetragenen Pokalrunde scheiterte der Verein frühzeitig.

 

Einen Tag nach Beendigung der Herbstspiele endete am 11. November 1918 endlich auch der erste Weltkrieg. Nach über vier Jahren Kriegszustand konnte man nun endlich wieder hoffnungsvoll in die Zukunft blicken. Zwar gab es noch etliche Hindernisse zu überwinden, aber dem weiteren Aufschwung des Fußballsports sollte nun vorerst nichts im Wege stehen. Die Vereine hatten bald wieder großen Zulauf durch die heimkehrenden Soldaten und so reihte sich ein Wettbewerb an den anderen. Der SVW trug in dieser Saison mindestens 42 Spiele aus. Nicht mitgerechnet die Spiele der zweiten und dritten Mannschaft. Und auch die Erfolge stellten sich bald wieder ein. Nach dem Sieg in der Mannheimer Pokal-Runde folgte ein noch souveränerer Sieg bei den Spielen um das "Mannheimer Silberschiff". Zudem holte man in 9 Freundschaftsspielen 8 Siege. Die Mannschaft schein bereit für die Frühjahrs-Verbandsspiele, die als Qualifikation für die Spielklassen der nächsten Saison dienten. Und es wurde eine glanzvolle und souveräne Vorstellung. Bei 10 Siegen und 2 Unentschieden blieb man ungeschlagen und wurde mit deutlichen Vorsprung erstmals Meister der obersten Klasse. Besonders die vier Siege gegen die Erzrivalen VfR und Phönix machten deutlich wer in Mannheim nun die erste Mannschaft ist.