Bericht Saison 1916/17

Auch im dritten Kriegsjahr mussten sich die Verbandsspiele auf regionale Ebenen beschränken. In beiden Runden wurden die Vereine in zwei Klassen und 2 Bezirke aufgeteilt, deren Zusammensetzung allerdings keine sportliche Grundlage hatte. Auch diesmal konnte der SVW sich nicht besonders in Szene setzen. Auffällig waren die vielen Proteste, die sich nun zu häufen schienen. Die Vereine hatten offensichtlich trotz der widrigen Umstände großes Interesse an Siegen und Erfolgen. Allen voran schien der VfR Mannheim gegen fast jedes verlorene Spiel Protest einzulegen. Im Verband hatte man offensichtlich eine starke Lobby, da diesen Proteste stets stattgegeben hatte. So erklagte sich der VfR ein Wiederholungsspiel um die Meisterschaft in der Frühjahrsrunde gegen den MFC Phönix und gewann dieses dann auch. Auch der SVW war von solch einem Protest betroffen: Das Unentschieden auf eigenem Platz gegen den VfR wurde für ungültig erklärt, da ein Spieler des VfR zu einem Länderpokalspiel abgestellt werden musste. Das Wiederholungsspiel wurde dann mit 1:6 verloren. Erste Anzeichen für das angespannte Verhältnis zwischen den beiden Vereinen, dass sich in den kommenden Jahr noch deutlich verschlechtern sollte.