Bericht Saison 1915/16

Für diese Saison ordnete der Süddeutsche Fußball-Verband sogenannte "Gau-Kriegsspiele" für das gesamte Verbandsgebiet an. Diese waren als Notbehelf zur Aufrechterhaltung des Sportgedanken und des Spielbetriebes gedacht. Fast sämtliche spielbereite Vereine aus dem Neckargau bildeten eine Mammutliga mit 15 Mannschaften, wovon zwei allerdings während der Runde zurückzogen und viele Spiele wegen Spielermangels ausfallen mussten. Erstmals nahmen hierbei auch die Fußballmannschaften einiger Turnvereine am Spielbetrieb teil, was eine Annäherung zwischen dem rivalisierenden Turnerbund und dem Fußball-Verband bedeutete. Über die wahren Stärken der Mannschaften konnte diese Runde wenig aussagen, da häufig alle Reserven genutzt werden mussten um 11 Spieler aufstellen zu können. Teilweise traten Vereine sogar nur mit 10 oder 9 Spielern an.

 

Ende Februar wurde diese Runde abgebrochen. Der Verband hatte den Ehrgeiz nun doch eine süddeutsche Meisterschaft auszutragen. Hierzu wurde auf Gauebene kleine Gruppen gebildet und ein Gaumeister ermittelt. Dieser sollte dann mit den anderen Gaumeistern zunächst einen Kreismeister und schließlich den süddeutschen Meister ausspielen. Dieses konnte auch durchgeführt werden. Im Endspiel um die "Süddeutsche" schlug der 1.FC Nürnberg den FC Pfalz Ludwigshafen mit 4:1.

 

Der SV Waldhof spielte in diesen Runden keine große Rolle. Zu stark wog der Verlust der leistungsfähigsten Spieler, die nur vereinzelt eingesetzt werden konnten.