Bericht Saison 1911/12

Der Name SV Waldhof stand immer nicht nur für Fußball, sondern auch für verschiedene andere Sportarten; in der Anfangszeit hauptsächlich für Leichtathletik. Am 13.08.1911 veranstaltete der Verein das erste größere Leichtathletik-Meeting an dem viele andere Mannheimer Sport-Vereine teilnahmen. Viele Spieler der Fußballabteilung standen damals auch im Leichtathletik-Kader. Besonders die schnellen und ausdauernden Läufer spielten auch Fußball.

 

Der bisherige zweite Vorsitzende des Vereines wurde in dieser Saison durch Ruppert abgelöst.

 

Nach dem knapp verpassten Aufstieg gelang dem SVW auch in dieser Saison die souveräne Meisterschaft in der B-Klasse im Neckargau mit nur einer Niederlage und zwei Unentschieden in 14 Spielen. Bei den Aufstiegsspielen zur A-Klasse startete der Verein mit zwei Siegen, die große Hoffnungen machten. Aber nach zwei Auswärtsniederlagen in Neunkirchen und Frankenthal war das Rückspiel gegen Neunkirchen schon die „letzte Chance“. Am 31.3.1912 wurde dieses allerdings auf eigenem Platz mit 1:2 verloren. Am Ende wurde Neunkirchen ohne Punktverlust Meister und stieg in die A-Klasse auf.

 

Aus lokaler Sicht waren diese Spiele jedoch von geringerem Interesse als die Fusion der drei größten Mannheimer Vereine: Am 2.11.1911 wurde aus der Mannheimer Fußball-Gesellschaft 1896, der Union VfB Mannheim 1897 und dem Mannheimer Fußball-Club Viktoria 1897 der VfR Mannheim. Trotz der großen Rivalität und der Erfolge der drei Vereine wurde dieser Zusammenschluss notwendig, da es für die Vereine immer schwieriger wurde einen geeigneten Fußballplatz zu finden nachdem die Stadt Mannheim die bisherigen Plätze für die Stadterweiterung benötigte. Der neu gegründete Verein war aufgrund seiner Mitgliederzahl nicht nur der größte in Mannheim, sondern zählte mit ca. 1000 Mitgliedern zu den drei größten Vereinen in Deutschland. 

 

Im September 1911 fanden erstmals regionale Pokalspiele statt. Diese waren allerdings nicht vom Verband organisiert und von diesem auch nicht gerne gesehen. Die Vereine waren hierzu allerdings gezwungen um Spielpraxis während der langen Meisterschaftspausen und vor allem um zusätzliche Einnahmen zu erhalten. Sieger dieser ersten Mannheimer Pokalrunde wurde der Karlsruher FV; der SVW nahm hieran nicht teil.